Mit diesen Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung zeigen wir, wie Sie Ihre Produktivität steigern und Ihre Augen bei langem Arbeiten am PC entlasten können.
Wir geben Ihnen hilfreiche Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung und zeigen, warum sich das auf Ihre Produktivität positiv auswirken kann.

Sind Sie bei Arbeiten am PC auch oftmals müde und abgeschlagen, stellen sich rasch Kopfschmerzen ein oder sind Sie im Schulterbereich dauernd verspannt? Das könnte ein Indiz für eine unzureichende Arbeitsplatzbeleuchtung und eine falsche Platzierung derselben sein.


Leider ist die Sache nicht einfach, denn bei einer guten Arbeitsplatzbeleuchtung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Es ist nicht nur das qualitative Licht, sondern auch Faktoren, wie Tageslichtanteil, Schattenwürfe, ergonomische Bedingungen am Arbeitsplatz sowie die Art der Tätigkeit. Das passende Kunstlicht beim Arbeiten entlastet die Augen, reduziert Schatten und spendet ausreichend Licht bei diffizilen Aufgaben.

Wir möchten mit unseren Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung hilfreiche Empfehlungen geben, wie Sie einer perfekten Arbeitsbeleuchtung möglichst nahe kommen. Dabei fokussieren wir uns auf eine Home-Office-, bzw. eine Bürosituation und Tätigkeiten am Computer.

Worauf kommt es beim passenden Licht am Arbeitsplatz an?

Das abgegebene Licht einer Leuchte oder Lampe hat eine Eigenfarbe, die sogenannten „Lichtfarbe“ bzw. richtiger, die „Farbtemperatur“. Kelvin ist die Maßeinheit, um diese Farbtemperatur zu messen. Lichtfarben unter 2800 K bezeichnet man als extra warmweiß, zwischen 2800-3300 K als warmweiß und zwischen 3300-5300 K als neutralweiß und über 5300 K als kaltweiß bzw. tageslichtweiß.


Je höher die Farbtemperatur einer Leuchte, desto kälter erscheint uns das Licht. Für ein konzentriertes Arbeiten und Entlastung der Augen empfehlen sich Lichtfarben im helleren Bereich, ab 4000 Kelvin aufwärts.
Christine HillerLichtexpertin auf Houzz & HQ Designs

Doch die Farbtemperatur sagt noch nichts über die Helligkeit der Leuchte oder des Leuchtmittels aus. Der physikalisch richtige Wert hierfür wäre der Lumenwert, gemessen in lm (Lumen). Er ist einer der wichtigsten Werte beim Leuchtenkauf, denn über ihn wird die Helligkeit wiedergegeben. Bis 2009 wusste jeder von uns wie „hell“ eine 60W Glühbirne ist. Seit dem Verbot für ineffiziente Leuchtmittel und Leuchten durch die EU hat sich für den Verbraucher einiges geändert. Watt ist die Einheit für den Stromverbrauch einer Leuchte.

Mitunter entscheidet die Farbtemperatur und der Lumenwert einer Bürobeleuchtung, wie effektiv sie ist.

Das bedeutet, er hat uns noch nie wirklich eine Auskunft über die tatsächliche Helligkeit einer Leuchte gegeben. Trotzdem wussten wir intuitiv wie hell 60W waren. Unsere Faustregel lautet: 800 lm entsprechen etwa dem Licht einer alten 60W Glühbirne.

Sie arbeiten viel abends, oder es ist wichtig, dass die Farben auf Drucken und am PC möglichst natürlich und reell wiedergegeben werden?

Dann spielt auch der Farbwiedergabeindex für die Wahl der Leuchte, bzw. des Leuchtmittels eine Rolle: Der Farbwiedergabeindex spiegelt die Beziehung zwischen Farbreiz und Farbeindruck wieder. Leuchten unterschiedlicher Lichttechnik aber gleicher Lichtfarbe (K) können unterschiedliche Farbeindrücke erzeugen. Die Farben ein und desselben Gegenstandes können also je nach Lichtquelle unterschiedlich auf das menschliche Auge wirken. Dieser Wert ist allerdings selten auf den Verpackungen zu finden.

Ein weiterer Wert, der gerne für die Berechnung der perfekten Beleuchtung am Arbeitsplatz herangezogen wird, ist der Lux-Wert.

Für Bürotätigkeiten empfiehlt der Gesetzgeber Werte ab 500 Lux. Lux bezeichnet die Intensität, mit der eine Lichtquelle auf einer Fläche auftrifft (in Abhängigkeit vom Abstand). Es ist also das Maß für die Helligkeit des Lichts an einem bestimmten Ort. Da die Berechnung von mehreren individuellen Faktoren abhängt, ist dieser Wert nicht auf Leuchtenverpackungen zu finden, und wenn, dann meist nur als Richtwert (Berechnung auf einem Meter Abstand). Unsere Empfehlung für Sie: je diffiziler die Aufgaben, desto mehr Lux sollte Ihre Leuchte haben, mind. jedoch 500 Lux. Berechnen kann Ihnen das ein Lichtplaner oder manchmal auch Mitarbeiter eines Lichtfachhandels.

Sorgen Sie für ausreichend Tageslicht am Arbeitsplatz

Das beste Arbeitslicht ist immer noch Tageslicht. Arbeiten unter freiem Himmel wäre optimal, ist aber leider nicht jedem von uns vergönnt, auch wenn es von der technischen Seite dank Notebook, Tablet, WLAN und Bluetooth kein Problem wäre. Sorgen Sie dafür, dass möglichst viel Tageslicht auf die Arbeitsfläche fällt.

Die Wichtigkeit von natürlichem Licht wurde schon in der Wissenschaft bestätigt und spielt im Lichtkonzept „Human Centric Lighting“ eine Hauptrolle. Bei Schreibarbeiten und Arbeiten am PC sollte es bestenfalls von der Nicht-Schreibhandseite auf den Arbeitsplatz fallen, so dass Schattenwürfe minimiert werden.

Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung: Tageslicht

Es wird oft auch zu Licht von vorne geraten, das macht bei Arbeiten am Bildschirm allerdings wenig Sinn, da das Licht verständlicher Weise nicht auf der Tastatur ankommt und Sie das einfallende Tageslicht im schlechtesten Fall blenden kann. Stellen Sie auch sicher, dass Jalousien oder Gardinen da sind, um eine zu starke Sonneneinstrahlung zu verhindern.

Neueste Entdeckungen von bisher weitgehend unerforschten Rezeptoren im Auge unterstützen die These, dass Tageslicht in uns u.a. die Konzentration und Leistungsbereitschaft aktiviert und wir mit Einwirkung von Tageslicht (auch tageslichtähnliches Licht) effektiver und länger arbeiten können. Ein sehr interessanter Aspekt unter Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung.

Die Wichtigkeit einer ergonomischen Haltung

Zu unseren Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung gehört allerdings auch das Thema der Haltung. Sorgen Sie bei Ihren Büroarbeiten immer für eine ergonomisch korrekte Haltung am Arbeitsplatz. Der adäquate Abstand zum PC und die korrekte Tischhöhe, können Müdigkeitserscheinungen der Augen reduzieren. Eine aufrechte Sitzposition und der richtige Displaywinkel verhindert außerdem Verspannungen.

Zu unseren Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung gehört allerdings auch das Thema der Haltung. Sorgen Sie bei Ihren Büroarbeiten immer für eine ergonomisch korrekte Haltung am Arbeitsplatz.

Schlechte Nachrichten für Couch-Potatoes: Langfristig werden Ihnen Ihre Gelenke und Muskeln für einen vernünftigen Arbeitsplatz dankbar sein – gerade, wenn es um länger andauernde Arbeiten geht.

Nutzen Sie mehrere Lichtquellen

Eine korrekte Beleuchtung am Arbeitsplatz ist immer ein Mix aus direkter und indirekter Beleuchtung. Direkt heißt, die Leuchte gibt direkt Licht auf die Arbeitsfläche ab, wie z. B. eine Arbeitsplatzbeleuchtung in Form einer Schreibtischleuchte. Diese ist optimalerweise wie die Tolomeo Leuchte von Artemide, in der Höhe und Ausladung flexibel einstellbar, so kann sie individuell auf Sie und Ihre Arbeitsfläche eingestellt werden.

Indirekte Beleuchtung bedeutet, der Raum um die Arbeitsfläche herum wird diffus beleuchtet, um die Augen zusätzlich zu entlasten. Auch genügend Tageslicht kann das sein. Abends ist dies dann meist eine Decken, Wand- oder Stehleuchte.

Für eine perfekte Bürobeleuchtung sollte man mehrere Lichtquellen einplanen.

Des Weiteren können eine helle, freundliche Pastellfarbe an den Wänden und möglichst reflektionsarme Möbeloberflächen, wie matte Lackierungen und gedeckte Möbelfarben die Lichtsituation positiv beeinflussen und ein entspanntes Arbeiten ermöglichen.


Abhängig von den auszuführenden Tätigkeiten muss also eine individuelle Beleuchtung gefunden werden.

Die Schreibtischleuchte steht am besten seitlich zum Arbeitsplatz. Steht natürliches Licht von einer Seite zur Verfügung, kann die Schreibtischleuchte auch vis à vis stehen. Wird viel händisch gearbeitet und geschrieben, ist eine Platzierung gegenüber der Schreibhand sinnvoll, vgl. oben. Wenn Sie z. B. viel basteln und filigrane Arbeiten verrichten, sollte die Beleuchtungsstärke bei über 1000 lx liegen und hier ist dann auch eine ausreichende indirekte Beleuchtung wichtig, da das Auge sehr beansprucht wird.

Auch in der Küche, der heimischen Werkstatt, oder dem hauseigenen Mal-Atelier sollte Wert auf eine gute Arbeitsplatzbeleuchtung gelegt werden, da diese Räume besondere Licht-Ansprüche haben und man häufig viel Zeit dort verbringt. Wer noch Beratungsbedarf hat, wendet sich an Fachleute aus der Lichtbranche, wie Lichtplaner oder Leuchtenfachpersonal. Ansonsten hoffen wir, dass unsere Einrichtungstipps für Bürobeleuchtung Ihnen weiterhelfen werden.


Menü
Mit einem Freund teilen