Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung
Die Vor- und Nachteile und Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung.

Zur Weihnachtszeit wird gern über die Vor- und Nachteile von LED-Weihnachtsbeleuchtung diskutiert. Hauptsächlich der niedrigere Energieverbrauch der LED Technik macht den Einsatz bei Weihnachtsbeleuchtung mittlerweile zum Standard. Wir geben Ihnen in diesem Beitrag hilfreiche Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung und erklären die Fakten der aktuell angebotenen LED-Beleuchtungen.


Welche Unterschiede gibt es zur herkömmlichen Glühlampentechnik?

Wie schon erwähnt, verbraucht die herkömmliche Glühlampentechnik in der Regel deutlich mehr Strom, als ihre baugleichen oder ähnlichen LED-Varianten und sie sind oft weniger flexibel einsetzbar. Da die Kabel dicker sind, die Längen begrenzt und austauschbare Leuchtmittel oftmals nur für den Innenbereich vorgesehen sind. Einzig die Lichterketten mit E14 oder E27 Fassung halten sich konstant auf dem Markt – vor allem in der Weihnachtsbeleuchtung von Städten und Gemeinden, sowie auf Weihnachtsmärkten.

Das liegt daran, dass zukünftig LED-Leuchtmittel zum Einsatz kommen können. Sie sind robust und nahezu wartungsfrei. Das macht sie dort beliebt. Zuhause jedoch werden wir diese Lichterketten wohl maximal noch als Partybeleuchtung im Sommer verwenden, eher selten an Weihnachten. Da stehen die Verbraucher eher auf kleine filigrane Birnchen, gerne in Kerzenform und bitte in einer schönen warmweißen Lichtfarbe.

Welche Vorteile bietet eine LED-Weihnachtsbeleuchtung?

Die Stromersparnis ist der größte Vorteil bei der LED-Technik. Wo die alte Glühlampen- und Halogentechnik noch Verbräuche von 20-80 Watt hatten, verbrauchen die neuen Lichterketten (je nach Länge und Lichtausbeute) im Schnitt oftmals nur bis zu einem Zehntel davon. Wenn man bedenkt, dass die Lichtdekoration in der Regel jeden Abend ca. 5 Stunden brennt, summiert sich der Stromverbrauch mit der alten Technik schon ganz schön in der Vorweihnachtszeit und sorgt für ein unangenehmes Gefühl in unserem von Energiesparwahn geprägten Verstand.


Ein weiterer Vorteil der eingesetzten LED-Technik ist, dass die Lebensdauer der LEDs um ein vielfaches länger ist wie die Lebensdauer einer Halogen- oder Glühbirne.

Hochwertige LEDs für die Weihnachtsbeleuchtung halten bis zu 10.000 Stunden.
Christine HillerLichtexpertin auf Houzz & HQ Designs

Die „LED-Lichtquelle“ fällt normalerweise nicht aus, sondern wird mit der Zeit dunkler. Auch die Anschaffungskosten haben sich mit der Zeit verringert. Eine LED-Lichterkette mit traditionellem „Kerzendesign“ z. B. kostet derzeit ca. 20 Euro für 16 Kerzen. Eine Lichterkette mit herkömmlicher Technik kostet ca. 40 Euro, bei 35 Kerzen. Das heißt man liegt hier in etwa gleich auf.

Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung

Punkte die ebenfalls für LED-Technik sprechen, sind die geringe Wärmeentwicklung und technischen Möglichkeiten der LEDs. Lichtdekorationen mit LED entwickeln kaum Wärme und können problemlos auch den Plätzchenteller auf dem Tisch umranden (z. B. mit einer batteriebetriebenen Microlichterkette). Versuchen Sie das mal mit der herkömmlichen Technik und ohne über ein Kabel zu stolpern, denn batteriebetrieben gibt es bei der guten alten Halogen- oder Glühlampentechnik nicht.

Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung

Dazu bieten viele Hersteller von Weihnachtsbeleuchtung technische Finessen in ihren LED-Produkten an. Stromunabhängige solarbetriebene oder batteriebetriebene Außendekorationen, per Fernsteuerung schaltbare Modelle, die sich in der Lichtfarbe ändern lassen oder sogar dimmbar sind, sowie Lichterketten oder Schläuche mit Längen bis zu 30m sind erhältlich. Einige bieten auch sensorgesteuerte Lichtdekorationen an, so dass die Beleuchtung nur zu bestimmten Zeitpunkten angehen, oder nur wenn sich im Erfassungsbereich des Sensors jemand aufhält. Bei der herkömmlichen Technik musste dafür ein separater Sensor installiert werden oder eine Zeitschaltuhr gekauft werden.

Welche Nachteile gibt es bei der LED-Technik?

Dekorationsbeleuchtung unterliegt nicht der Energieverbrauchsausweisungspflicht. Das führt leider dazu, dass viele Hersteller von Weihnachtsbeleuchtung nur sporadisch Informationen auf ihren Verpackungen angeben. Wie viel Strom eine Lichterkette verbraucht lässt sich nicht wirklich herausfinden.

Wer Glück hat findet auf der Verpackung eine Angabe über den Verbrauch pro Lichtquelle oder eine Angabe über die komplette Ausgangsspannung. Damit ließe sich dann der Verbrauch errechnen (auch wenn er verschwindend gering ist gegenüber der alten Technik: wer sein Haus innen und außen im großen Stil illuminiert, für den ist das evtl. kein unerheblicher Punkt). Generell ist es sehr schwer einen reellen Vergleich zwischen alter und neuer Technik anzustellen, denn LEDs sind in ihren Erscheinungsformen so vielfältig wie unterschiedlich. Eine 30er Lichterkette herkömmlicher Technik hat z. B. meist andere Lichtausbeuten und andere Lichtfarben als eine 30er LED-Lichterkette.

Die Angaben „warmweiß“ oder „kaltweiß“ unterliegen zwar einer DIN Norm, das bedeutet aber nicht, dass damit alle Lichterketten mit der Angabe „warmweiß“ gleich hell sind bzw. fachlich korrekter das Licht dieselbe Farbtemperatur (gemessen in K=Kelvin) hat. In der Lichtbranche bezeichnet man als warmweiß Farben die Kelvinwerte um 2700 – 3200K haben.

Kelvin-Meter
Kelvin-Meter

Wer jedoch schon mal in einer Leuchtenabteilung war oder in letzter Zeit einige Leuchten zu Hause installiert hat, wird bestätigen können, dass es einen sehr großen Unterschied zwischen 2700 und 3200 K gibt. Hinter der Angabe, „warmweiß“, lässt sich schwer erahnen in welche Richtung das Licht nun geht. Hat man nicht die Möglichkeit dieses Licht „live“ darüber in einer Ausstellung zu betrachten, kann man nicht einschätzen wie das Licht wirklich wirkt.

Ein weiterer Nachteil von LED-Weihnachtsbeleuchtung ist, dass sich über die Helligkeit oftmals nur mutmaßen lässt. Lumenwerte, die die Lichthelligkeit wiedergeben würden sind ebenfalls nicht auf Verpackungen von LED-Dekorationsbeleuchtungen zu finden. Man könnte hier argumentieren, dass es sich eben um Dekoration handelt, die nicht einen Raum ausleuchten muss. Aber wäre es nicht schön zu wissen, ob die vor liegenden LED-Lichterkette im dichten Grün meines Tannenbaumes „verschwindet“ oder ihn wenigstens einigermaßen adäquat „beleuchtet“? So muss man das Risiko wagen, und es erst mal ausprobieren und die Lichterkette gegebenenfalls wieder zurück ins Geschäft tragen oder zurückschicken.

Auch die Farbwiedergabe von LEDs ist immer noch problematisch. Selten sind LEDs auf dem Markt zu finden, die Ra-Werte um > 85 Ra haben, was einer relativ guten Farbwiedergabe entsprechen würde. Bei Weihnachtsbeleuchtung ist hier gar nichts zu finden. Wenn man aber z. B. mit einer Girlande um den Kamin herum einige Kugeln und Deko-Objekte in Szene setzen möchte und die roten Kugeln nur sehr blass rüber kommen, liegt das vermutlich genau daran. Gut- das ist ein Thema für eingefleischte Dekofans und für das geübte Auge. Der Vollständigkeit halber sei es aber erwähnt.

Farbwiedergabeindex

Günstige LEDs bieten oft eine geringe Helligkeit, schlechte Lichtfarben, z. B. eher kaltweiß oder grüngelbliches Licht. Dazu sind sie meist schlechter verarbeitet und LEDs können eher ausfallen. Bei herkömmlicher Technik ließ sich hier auch mal ein einzelnes Birnchen tauschen. Bei der LED-Variante muss das ausgefallene LED akzeptiert (oder z. B. im Baum) versteckt werden. Einer der Gründe warum diese Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung sehr hilfreich sein können!


Was ist also unser Fazit?

Die Vorteile der LED-Technik überwiegen im Endeffekt. Stromersparnis, technische Flexibilität & Finessen, sowie die unzähligen Dekorationsmöglichkeiten, die Hersteller und Handel mittlerweile anbieten, sprechen eindeutig für eine LED-basierte Weihnachtsbeleuchtung.

Einzig in der wunderschön nostalgisch warmen Lichtfarbe liegt der Reiz zur herkömmlichen Glühlampe. Aber auch hier holen die Hersteller auf. Sicher werden zukünftige LEDs mehr Lichtausbeute bekommen und auch ihre Farbwiedergabe und Lichtfarbe werden besser werden. Wenn man ein bisschen auf Qualität achtet, und z. B. die LED-Baumbeleuchtung am besten von einem Hersteller wählt und nicht verschiedene Anbieter mischt, kann fast nichts mehr schiefgehen. Kaufen Sie am besten wie gesehen und nicht die Katze im Sack! Wir hoffen unsere Kauftipps für LED-Weihnachtsbeleuchtung helfen Ihnen weiter!


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