Der skandinavische Möbelstil ist spätestens seit dem Jahr 2012 überall zu sehen. Er ist einer der beliebtesten Möbelstile. (Quelle: hubsch-interior.com)
Was den skandinavischen Möbelstil ausmacht und wie er sich entwickelt hat.

Entstanden in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark, ist der skandinavische Möbelstil seit ca. 2012 ein sehr beliebter Stil in den heutigen Wohnungen. Die sanften Farbtöne der Möbelstücke beruhigen und vermitteln dem Interior Wärme.


Ursprung und Entwicklung

Der Skandinavische Möbelstil ist geprägt von den Jahreszeiten in den nördlichen Breitengraten, in denen die Tage im Winter sehr kurz sind. Daraus resultiert das Bedürfnis, in dieser winterlich kargen Umgebung Wärme und Behaglichkeit zu schaffen. Das Rohmaterial Holz spielt im Skandinavischen Stil eine signifikante Rolle. Es wird für Böden, Wände, Möbel, Leuchten und Accessoires verwendet. Aber auch natürliche Stoff-Materialien schaffen mit ihren hellen Grundtönen im Skandi-Style eine Wohlfühlatmosphäre.

Wesentliche Merkmale des Möbelstils

Der Stil zeichnet sich durch helle Hölzer, wie Birke, Fichte oder Kiefer aus. Er ist dort genau so entstanden, weil die skandinavischen Winter lang und dunkel sind. Durch helle freundliche Farben und Licht strahlt dieser Stil viel Wärme aus. Er überzeugt durch seine Schlichtheit und die freundlichen meist pastelligen Farben.

Möbel im nordischen Stil sind geprägt durch natürliche Holzoberflächen, die in der Regel funktionelle geometrische Grundformen haben. Auf unnötige Details, wie Schnörkel wird verzichtet- ähnlich wie im Bauhaus. Die natürlichen Ressourcen des Nordens finden in der Möbelverarbeitung Verwendung. Da die Tage im Norden deutlich kürzer sind, ist es verständlich, dass im Interieur helle Optiken zum Einsatz kommen. Stoffe sind häufig Felloptiken, Baumwolle, Leinen und helles Veloursleder. Farbtöne sind meist woll-weiß oder beige gemischt mit einer weiteren Pastellfarbe wie z. B. hellblau, mint oder rosé.


Die Farbpalette des skandinavischen Möbelstils in den Jahren 2012 - 2016.

Die ursprünglichen Farben des Möbelstils sind sehr gedeckt, während die aktuellen Farbtöne kräftiger werden. Speziell konnten wir das auf Messen wie der Tendence 2017 und der Imm Cologne 2017 sehen.

Der skandinavische Möbelstil und seine Entwicklung zu kräftigeren Farben in 2017.

Licht spielt eine wichtige Rolle im Skandi-Style. Schlichte silberne Kerzenhalter sind daher genauso wichtig, wie mehrere Lichtquellen im Raum verteilt – der Schwedenofen hat nicht umsonst seinen Namen, auch er gehört mit zum Skandinavischen Stil. Kissen und Teppiche haben häufig typische Motive aus dem Norden oder auch grafische Muster in Kontrastfarben, z. B. schwarz-weiß oder grün-weiß.

Ergänzung: „Hygge“ – Das Skandi-Update

Seit 2019 hat sich der skandinavische Möbelstil weiterentwickelt. Es wird jetzt gemütlicher. Ein „Hygge“ Interior zeichnet aus, dass das nordische Ambiente kuscheliger und persönlicher wird. Nun, wir unterstellen, dass dies die persönliche Note, die jedes Zuhause haben sollte und auch irgendwann hat: spätestens, wenn man sich Bilder vom letzten Urlaub aufhängt oder Einzelstücke, wie einen handgewebten Wandteppich oder ein hübsches Accessoire, das man auf dem Trödelmarkt entdeckt hat, in sein Zuhause integriert.

Typisch für den Hygge Stil sind grafische Muster, Decken und Felle.

Basis ist wie bereits erwähnt der skandinavische Stil mit seinen hellen Hölzern und Designs, gern auch mit Retro-Touch. Bei den Farben dürfen es Pastells aller Art sein, auch helle Orange-Töne und rauchige Blau- und Grüntöne werden dezent eingesetzt. Dies gilt sowohl für Heimtextilien, als auch Wandfarben. Typische Materialien im Hygge sind Felle, Wolle, Strickwaren, messing, eisen oder silber mit Used-Optik und Holz – vor allem geölt. Auch Marmor oder Onyx sind hier möglich.

Als Dekoration kommen schlichte Bilder und Rahmen, sowie grafische Muster auf Tapeten in Frage. Auch schlichte Spiegel in runden, ovalen oder organischen Formen, wirken in einem Hygge Ambiente harmonisch. Bei Sesseln und Sofas gilt: konzentrieren Sie sich auf ein eher einfaches Design in Unifarben. Der Kuschelfaktor kommt über Heimtextilien in den entsprechend weichen Materialien und Formen, z. B. Kissen, Poufs, Felldecken, Federn und ähnliches.

Bekannte Unternehmen, die sich dem skandinavischen Möbelstil gewidmet haben sind z. B. Hübsch Interior und Temahome. Ein Unternehmen für nordische Beleuchtung wäre bspw. Showroom Finland.


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