5 interessante Lichtdesigner vom Salone del Mobile 2017

5 interessante Lichtdesigner vom Salone del Mobile 2017

In unserem heutigen Beitrag wird es um fünf interessante Lichtdesigner gehen, die Leuchten der besonderen Art entwerfen und herstellen. Darunter auch einige Firmen, die eher luxuriöse Einrichtungen bestücken und sehr viel im Objektgeschäft mit Innenarchitekten und Architekten kooperieren. Trotzdem oder gerade deshalb finden wir, sollte ihnen auch einmal Raum gegeben werden, um sie und ihre Neuheiten vom Salone del Mobile 2017 kurz vorzustellen.

Um eine Auswahl unter den vielen bemerkenswerten Ausstellern zu treffen, haben wir uns dieses Mal auf nicht-italienische Labels konzentriert.

Auf 100 Quadratmetern zeigte das spanische Designunternehmen LZF Lamps einmal wieder, wie man mit Holzleuchten Trends setzt. Schon auf der Light+Building 2016 hat uns die Vielseitigkeit der Designs „Koi“, „Elephant“ und „Swirl“ begeistert. Mit „Stitches“ setzt Luziferlamps allerdings noch mehr auf die kleinen Unterschiede im Design.

Zur Salone del Mobile 2017 stellte das spanische Label LZF Lamps, einige Neuheiten vor!
Zur Salone del Mobile 2017 stellte das spanische Label LZF Lamps, einige Neuheiten vor!
Die Pendelleuchte "Kim" war eine Neuheit auf der Salone del Mobile 2017! Im Hintergrund das "Escape" Design.
Die Pendelleuchte "Kim" war eine Neuheit auf der Salone del Mobile 2017! Im Hintergrund das "Escape" Design.
Die bekannte Pendelleuchte "New Wave S" in einer Gruppe.
Die bekannte Pendelleuchte "New Wave S" in einer Gruppe.
Die fast schon legendäre "Koi" Leuchte durfte natürlich auch nicht fehlen!
Die fast schon legendäre "Koi" Leuchte durfte natürlich auch nicht fehlen!
Die "Stitches" Serie von Designer Egbert-Jan Lam[:en]The "Stitches" series by designer Egbert-Jan Lam
Die "Stitches" Serie von Designer Egbert-Jan Lam[:en]The "Stitches" series by designer Egbert-Jan Lam
Der Messestand von LZF Lamps
Inspiriert von der Architektur, schuf Designer Egbert-Jan Lam aus dem niederländischen Burojet Design Studio die gestickte „Stitches“ Leuchtenserie.

Die verschiedenen Formen der vier unterschiedlichen Stitches Leuchten sind eine Anspielung auf die lange Strick-Tradition des afrikanischen Staates Mali. Für die Herstellung einer Leuchte werden die Furnierlängen in einer traditionellen Nähart zusammengesetzt. Durch die Nähte scheint dann das Licht leicht durch, was das Design besonders harmonisch wirken lässt.

Darüber hinaus sind die Leuchten – wie die meisten Lichtdesigns von LZF Lamps – in bis zu elf verschiedenen Finishes zu haben wie buche, gelb, rot, blau, grau und vielen mehr erhältlich.

Weitere gezeigte Neuheiten waren die filigranen Leuchtenschirme der Serie „Banga“ von Designer Yonoh aus Valencia. Sie versprüht ein asiatisches Flair, nicht zuletzt wegen der intensiven Farben und der Form. Auch das Design „Kim“ wirkt fernöstlich angehaucht. Das filigrane bauchige Holz-Konstrukt wird von innen mit lichtdurchlässigem Furnier in verschiedenen Farben bekleidet. Allesamt arbeiten sie mit harmonischer LED-Technik, die die jeweiligen Modelle optimal in Szene setzt.

Das tschechische Label Brokis steht für hochwertige Lichttechnik gepaart mit der außerordentlichen traditionellen Handwerkskunst böhmischer Glasbläser.

Die Designs wurden sorgfältig ausgewählt und stammen von renommierten böhmischen und ausländischen Designern. Im Produktportfolio findet sich das mundgeblasene Glas im Mittelpunkt. Kombiniert mit weiteren ausgewählten Materialien, wie Holz und von Hand bearbeitetes Metall, in ansprechender Komposition mit Beleuchtung ergibt sich so ein außergewöhnliches Zusammenspiel des Designs. Brokis bietet sowohl moderne Funktionsbeleuchtung und dekorative Objekte, als auch einzigartige Beleuchtungslösungen für Architekten und Innenarchitekten.

Unter den präsentierten Leuchten im Rahmen des Salone del Mobile 2017 gefielen uns besonders „Night Birds“. Die Kollektion setzt sich aus drei Leuchtentypen mit unterschiedlichen Flügelformen zusammen. Jede stellt eine Phase des Vogelflugs dar. Die Leuchten sind in weißer und fast schwarzer Variante verfügbar. In Gruppen platziert entfalten die Leuchten ihr wirkliches Potential.


Designerin und Art Direktion von Brokis, Lucie Koldova hat ausdrucksstarke Tischleuchten konzipiert. Wie der passende Name schon sagt, handelt es sich um Glasleuchten in transparentschimmernden, fast pastelligen Farben in der Form eines „Macaron“ (süße französische Baiser-Spezialität). Zentrales Gestaltungselement ist die in der Mitte horizontal platzierte Marmor-Platte. Verborgen in einem eleganten Marmorfuß, wirft die integrierte Lichtquelle ihr sanftes Licht aufwärts lässt die darin enthaltenen Chalzedon-Adern erstrahlen.
Die neue Leuchtenserie "Macaron" von Brokis. (Quelle: brokis.cz)

Die Tischleuchten schaffen damit nur indirektes Licht, der obere Teil des „Macaron“ bleibt unbeleuchtet. Ein interessantes Licht-Schatten-Spiel ist das Resultat. Die Kombination der schlichten, natürlichen Materialien Onyx und Glas sowie die exquisite Handwerkskunst machen diese Tischleuchten zu einem formschönen funktionalen Designobjekt in jeder Wohnung.

Mit „Knot“ hat Brokis eine Serie imposanter Pendelleuchten geschaffen, die den Kontrast zweier sehr unterschiedlich anmutender Materialien zelebriert. Der Entwurf der Leuchte vereint eine raue Naturfaser mit weichem, transparentem Glas, um einen Gegensatz zu erzeugen, der so markant wie ausgewogen ist. Die erhältlichen Formen gestreckter oder gestauchter voluminöser Kugelkörper werden von einem robusten, mit Naturfaser ummantelten Kabel mittig durchstoßen, welches, den Boden des Glases scheinbar nach innen zieht.

Mit „Knot“ hat Brokis eine Serie imposanter Pendelleuchten geschaffen, die den Kontrast zweier sehr unterschiedlich anmutender Materialien zelebriert. (Quelle: brokis.cz)

Eine neue Farbvariante hat Brokis für die bereits bekannte Pendelleuchte Whistle eingeführt. Die Kollektion Whistle ist formtechnisch eine Adaption der traditionellen Glasmacherpfeifen. Der Leuchtkörper stellt die Silhouette eines Lichtkegels dar, im Inneren bildet die Lichtquelle in Form eines Reflektors das Herz. Die Kollektion setzt sich aus zwei verschieden großen Deckenleuchten und deren Kombination im Set zu drei Leuchten zusammen.

Das Budapester Label „Manooi“ steht für eigenwillige Kristallkreationen und teils überdimensionale Lüsterlösungen für den gehobenen Anspruch.

Die konsequente Verwendung von Swarowski-Kristallen, das außergewöhnliche Design und die hochwertige Verarbeitung überzeugt. Selbstverständlich bietet Manooi an, Kristallkronleuchter auch maßgeschneidert auf die Bedürfnisse und Vorlieben des Käufers abzustimmen. Ziel ist jedoch immer ein harmonisches, positives natürliches Licht schaffen. Dabei wird auch berücksichtigt, welches Lichtspiel allein schon die Kristalle erzeugen und welche Wirkung dies auf Licht und Umgebung hat.

Das Budapester Label „Manooi“ präsentierte seine überdimensionale Lüsterlösungen auf der Salone del Mobile 2017.

Manooi Light Creations wurde von dem Künstler / Designer-Paar János Héder und Judit Zoltai gegründet. János ist auch der Chefdesigner im Unternehmen. Allerdings wird viel mit jungen, kreativen Designern kooperiert, um das Kristall in seiner Einzigartigkeit zu zelebrieren. Manooi zeigte auf der Euroluce 2017 sowohl eher traditionelle Kronleuchter-Designs, wie die „Fjord“ und die „Burj“, als auch außergewöhnliche und moderne Kompositionen, wie der „Fine Line“ und der „Origo“.

Ein Hingucker schlechthin war der metallische Stier, welcher über und über mit Kristallen durchzogen war und der im Salone del Mobile 2017 als hängende Variante Kopf über auf dem Stand hing. Als Design-Skulptur ist jedoch auch stehend zu haben.

An „Fjord“ und „Burj“ überzeugen die hochwertigen Kristalle und die raffinierte Anordnung der Einzelstränge. Durch ihr imposantes Gesamtbild ziehen sie den Betrachter sofort in ihren Bann.

„Origo“ und „Fine Line“ hingegen begeistern mit ihrer Vielseitigkeit und Flexibilität. Sie können allein oder in freien Gruppen und als kombinierte festverbundene Gruppierung, z. B. als Stern platziert werden.

Besonders imposant und gut gelungen ist auch „Infinity“. Mit einer unglaublich smarten Technik haben die Designer und Konstrukteure der Leuchte es geschafft, die einzelne Kristallstränge so anzuordnen, dass die Nahtstellen nicht sichtbar sind und das Unendlichkeitszeichen eine vollendete Form bildet.

Auch nordische Designer besuchten die Möbelmesse. Secto Design zeigte seine Neuheiten.

Mit klingenden Namen wie „Owalo“, „Kontro“ oder „Aspiro“ wurden wieder einmal die Grenzen des hauptsächlich verwendeten Furniermaterials ausgelotet. 1995 wurde das Unternehmen gegründet und produzierte zunächst Möbel aus innovativem Leimholz. Kurz darauf folgten die ersten Leuchten, die trotz Handarbeit leicht seriell produziert werden konnten.

Die neu präsentierte Tischleuchte „Teelo“ ist in ihrer Form etwas Neues: Sie gibt nahezu nur indirekt Licht wieder und schafft so eine harmonische Sekundärbeleuchtung, die nicht blendet. Unterhalb der 38 cm Leuchte jedoch kann auch eine Tischfläche, wie die eines Sekretärs ausreichend beleuchtet werden. Ihre Form erinnert durch das durchgehende Furnier an ein „T“.

Eine Neuheit zur Salone del Mobile 2017: Tischleuchte "Teelo" von Secto Design. (Quelle: sectodesign.fi)
Secto Design legt Wert auf einen ökologischen Fußabdruck und so kommt das Holz und das Furnier ausschließlich aus Finnland. Die kompletten Leuchten werden ebenfalls in Finnland produziert. In den frühen 2000ern entstanden bereits die Designs für „Owalo“, „Kontro“ und später dann auch „Aspiro“.

Mit ihren klaren architektonischen Formen sprechen Secto-Leuchten für sich. Die Lichtquelle ist im Schatten verborgen, um zu verhindern, dass der Betrachter geblendet wird. Das Licht, das von der Birke reflektiert wird schafft eine einladende Umgebung. Gerade in Zeiten des Scandinavian Interior-Trends haben sich Secto-Leuchten verstärkt im Markt etabliert.

„Owalo“ ist als komplette Serie erhältlich: Pendelleuchte, Steh-, Tisch- und Wandmodell stehen in verschiedenen Furnieren zur Auswahl. Im Inneren der ebenfalls in Stäbchenform designten Leuchte ist jedoch ein weiterer Stoffschirm angebracht, der zusätzlich das Licht dämpft. Dadurch wird die Umgebung in ein sehr harmonisches sanftes Licht getaucht. Die zu beleuchtende Fläche hingegen wird großzügig mit einem hochwertigen LED Licht (2800 K) in Szene gesetzt.

„Aspiro“ überzeugt durch die eigenwillige Spiralform, die dem Licht beinahe freien Lauf lässt. Das dekorative rote Kabel ist ein zusätzliches Highlight.

„Kontro“ hingegen spielt mit Licht und Schatten. Zwei zylindrische Pendel sind von außen optisch gegengleich angeordnet und durch die Konstruktion in Stabform dringt großzügig Licht in die Umgebung. Im Inneren sind ebenfalls Stäbe um die Horizontale der Lichtquelle herum angebracht, die ihrerseits das Licht streuen.

Auch das portugiesische Label „Delightfull“ hat auf der Möbelmesse seine Neuheiten vorgestellt.

Das Label steht für sehr retro-lastige Designs im Stil der 30er-60er Jahre. Ihre Leuchten verströmen Luxusambiente und werden in Portugal produziert. Der Stand von Delightfull erinnerte an die glamourösen Zeiten von 007 und zeigte nicht nur die Neuheiten, sondern auch viele der anderen Sortimentsartikel, die ebenfalls durch qualitativ hochwertige Verarbeitung und extravagante Designs hervorstachen.

Delightfull überzeigt durch retro-lastige Designs, hochwertiger Verarbeitung und außergewöhnliche Konzeptionen.
Delightfull überzeigt durch retro-lastige Designs, hochwertiger Verarbeitung und außergewöhnliche Konzeptionen.
Bei Delightfull herrschte auf dem Messestand zur Salone del Mobile 2017 Wohnzimmeratmosphäre.
Bei Delightfull herrschte auf dem Messestand zur Salone del Mobile 2017 Wohnzimmeratmosphäre.
Das portugiesische Label Delightfull zeigte viele seiner Neuheiten auf der Salone del Mobile 2017.
Das portugiesische Label Delightfull zeigte viele seiner Neuheiten auf der Salone del Mobile 2017.
Der Messestand von Delightfull
Die neue Tischleuchte „Meola“ ist ein Design, dass durch ein filigranes Gestell in gold, chrom oder nickel besticht, gepaart mit einem flachen Leuchtenschirm, der mit feinen Löchern durchzogen ist, sodass schöne Lichteffekte rückseitig durchdringen.

Eine ähnliche, aber doch völlig andere Tischleuchte ist „Basie“. Mit schönem Marmorfuß und zweifachem Metallschirm, der von innen z. B. mit gold ausgekleidet ist und das abgegebene Licht reflektiert. Die Leuchtmittel liegen geschickt kaschiert in dem dekorativen Pendel unter den Schirmen- eines nach oben gerichtet und eines nach unten.

Mit „Cannonball“ geht Delightfull neue Wege. Waren bisherige Modelle weitgehend mit normalen Leuchtmitteln bestückt so ist dieses Modell nun eine LED-Variante. „Cannonball“ ist eine Pendelleuchte der Extraklasse. Die goldene „Pusteblume“ streut das Licht über 48 feine LED-Birnen an den Enden. Mit 130 cm Ausladung in ihrer Dimension ist sie in ihrem Erscheinungsbild doch sehr filigran und verleiht jedem Raum ein luxuriöses Flair und das gewisse Etwas.


Das "Cannonball" Design von Delightfull auf der Salone del Mobile 2017.

Der Salone del Mobile 2017 hat uns wieder mal gezeigt, dass auch die nicht-italienischen Leuchten-Designer den italienischen Designern in Nichts nachstehen. Wir haben außergewöhnliche, extravagante, aber auch innovative und zeitlose Designs gesehen. Die Messe war eindrucksvoll und macht Laune auf die nächste Lichtmesse in Frankfurt – der Light+Building 2018.

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