Tom Dixon und sein Weg zum Interieurdesign

Tom Dixon und sein Weg zum Interieurdesign

Tom Dixon ist eines der interessantesten Labels für uns, das mit seiner Leidenschaft für schönes Interieurdesign immer mehr Aufmerksamkeit in der Presse auf sich zieht.

Kaum ein anderer schafft es seinen Erfolg als Designunternehmen so kontinuierlich zu erhalten und zu steigern. Wenn man die heutigen Designs und Modelle von Tom Dixon auf Messen oder in der Presse ausgestellt sieht, würde man fast nicht glauben, dass Tom kein Design studiert hat, sondern seine Leidenschaft für Design ihn da hin gebracht hat, wo er heute steht. Seine eigentliche Prominenz erlangte er in den 80ern als Performance-Künstler, der seine Zeit in Londoner Nachtclubs verbrachte, um dort seine eigenen Möbelentwürfe live auf der Bühne zusammenzuschweißen. Die Leute waren begeistert von seinen Entwürfen.

Das bewog ihn dazu 1987 seine eigene Manufaktur „Dixon PID“ zu gründen, die später unter „Space“ bekannt wurde.

Mit der Gründung kamen dann Modelle wie der Kitchen Chair aus Kellen und Bratpfannen und der S-Chair, den er für den italienischen Riesen „Cappellini“ designte und der für Tom das Sprungbrett in die Design-Elite bedeutete. Der S-Chair gilt mittlerweile als Klassiker und ist unter anderem im New Yorker „Museum of Modern Art“ zu sehen.

In den späten 90ern wurde Tom Dixon Creative Director bei der Einrichtungskette Habitat tätig, wo er die Aufgabe hatte das Label mit jungen Aspekten seines Designs zu bereichern, während der aufstrebende junge Designer verstärkt unterstützte. Im Jahr 2000 wurde er sogar von Queen Elizabeth II. persönlich mit einem Orden gewürdigt.

Die Geschwindigkeit, in der Leute etwas Neues erwarten ist ganz schön anstrengend; es hat sich fast in einen Modezyklus entwickelt – oder vielleicht noch schneller. Leute möchten so schnell Neuheiten, dass fast keine Zeit mehr für neue Stile da ist, sich zu etablieren und zu wachsen.
Tom DixonInterview mit Tom Dixon von Vogue Living
Im Jahr 2002 gründete er in London unter seinem eigenen Namen schließlich “Tom Dixon“, wo er seitdem seine eigenen Möbel und Einrichtungsgegenstände herstellt und vertreibt.

Jährlich kommen neue Kollektionen dazu, die meist an Veranstaltungen wie der „Milan Design Week“, dem „London Design Festival“ und der Pariser Messe „Maison & Objet“ vorgestellt werden. Das Produktportfolio umfasst von edlem Tischbesteck und Teelichthaltern (seit 2012), Couches und Tischen auch Leuchten, die einen sehr wichtigen Stellenwert für das Label eingenommen haben. Durch den Launch der Leuchtenserie „Melt“ hat das Designlabel für sich wieder einen Meilenstein gesetzt.

Die Pendelleuchte gilt als eine der erfolgreichsten Leuchten von Tom Dixon und taucht immer wieder in der Presse auf.

Zuletzt haben wir das Modell auf der Imm Cologne 2016 gesehen. Die unterschiedlichen Finishes wirken vor allem im angeschalteten bzw. ausgeschalteten Zustand ganz unterschiedlich. Im ausgeschalteten Zustand wirkt die Leuchte fast völlig verspiegelt, während im beleuchteten Zustand der Körper transparent wird.

Einrichtungsprojekte z. B. für renommierte Hotels zählen seit der Gründung zu einem wichtigen Bereich für Tom Dixon.

Beispiele für diverse Einrichtungen sind die „Himitsu Bar“ in Atlanta (USA), das „Hache Restaurant“ in Peru, das „Bennelong“ in Sydney oder „The Pound“ in Canterbury. Tom Dixon zählt neben Ron Arad und James Dyson zu den bedeutendsten Designern Großbritanniens und wurde 2014 durch seine Designvielfalt auf der „Maison & Objet“ zum Designer des Jahres gekürt.



Wir sind nach London gereist, um in einem der zwei Showrooms uns umzuschauen.

Es gibt zwei Showrooms von Tom Dixon: einer ist in New York (USA) zu finden und der andere in Großbritannien. Situiert am Portobello Dock in London und ideal für Laufkundschaft und private Partys geeignet, wird hier das gesamte Produktportfolio des Labels ausgestellt.

Das Versprechen auf der Webseite, dass man dort vielleicht sogar Tom Dixon antrifft, war nicht einmal gemunkelt! Wir durften dem Top-Designer die Hand schütteln und uns ein bisschen unterhalten. In diesem Video geben wir euch einen Rundgang durch das alte Industriegebäude und heben die besten und neusten Leuchten von dem britischen Designer hervor.

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